Verdinglichung der Homosexualität

kinder

Daniel schreibt in seinem zweiten Artikel über Homosexualität und Christsein unter Anderem dies:

… halte ich es auf jeden Fall für sehr sinnvoll sich daran zu erinnern, dass es sich bei der Frage des Verhältnisses von Homosexualität und Christsein nicht um eine abstrakte Fragestellung handelt, sondern dass es hier ganz konkret um das Leben von Menschen geht, und dass die Antworten die hier gefunden werden, die Positionen die bezogen werden direkten Einfluss auf das Leben, die Lebensqualität haben. Dies sollte meiner Ansicht nach immer bedacht werden, wenn darüber gesprochen oder geschrieben wird.

Ich möchte diesen Gedanken aufgreifen und etwas weiterspinnen.

Meiner Meinung nach sind Homosexualität und das Mensch-Sein nicht zwei von einander getrennte Teile mit einer klaren Kante.

Und oft wird in Redewendungen und Diskussionen trotzdem von einem Mensch und seiner Homosexualität gesprochen.

So, als ob die Homosexualität in der Luft schwebe. Im weitesten Sinn als eine Art Besitztum beschrieben, jedoch getrennt von der Person.

Auch, wenn wir es lieben, Dinge einfach zu haben, sie zu benennen, sie greifbar zu machen, entsteht hier meiner Meinung nach schon zu Beginn ein Dualismus, der nur Nachteile mit sich bringt.

Denn so entsteht das Denkmuster, das Menschen sich die Homosexualität aneignen würden bzw. könnten. Dass sie eigentlich „normal“ wären und dann irgendwann die Homosexualität dazukäme.

So verstehe ich auch die Befürchtung, die hinter der Petition gegen den Bildungsplan versteckt und durch die Petition verschleiert wird. Eltern haben Angst davor, dass ihr Kind durch die positive Aufführung unterschiedlicher Formen der sexuellen Orientierung in der „Gefahr“ steht, sich doch auch für die Homosexualität zu entscheiden.

Wenn wir aber davon ausgehen, dass Homosexualität nichts in Form eines Dinges ist, sondern stets in Einheit mit einem Menschen wahrgenommen wird, kann sich diese Angst auflösen.

Denn dann kommt eine sexuelle Orientierung nicht irgendwann von irgendwoher „dazu“, sondern ist eng in das Mensch-Sein des Kindes eingewoben.

Wenn wir das so sehen können, natürlich.

Aber es ist – und das kann ich in weitestem Sinne nachvollziehen – einfacher, Homosexualität greifbar zu halten. Sie zu definieren. Und in verständlichen Normen zu kontextualisieren.

Sie von Menschen zu trennen. Das macht es angenehmer. Leichter. Denn nur etwas, was ein Ding ist, kann weiter in Gegensätze wie gut/böse, krank/gesund, schön/hässlich einkategorisiert werden.

Etwas, was kein Ding ist, ist frei von Definition.

Ich persönlich sehe Sexualität nicht als Ding. Es ist etwas, was ich erlebe. Was tief in meinem Inneren mit meinem Körper eins ist und so auch von mir erlebt wird. Ich kann es nicht trennen. Nicht von mir.

Und so sehe ich andere Menschen. Sie sind nicht Menschen mit oder ohne Homosexualität. Sie sind Menschen.

Gedanken zur Homosexualität

Status

Es ist schon lange her, dass ich hier etwas notiert habe. In der Zwischenzeit habe ich mein Portfolio neu sortiert und ein weiteres Blog gestartet – ich kommuniziere dort auf Englisch.

Doch ich habe mir vorgenommen, hier weiter über Dinge zu schreiben, die im regionalen Bereich Relavanz finden. Und wie es kaum jemand verpasst haben kann, ist die Petition gegen den Bildungsplan 2015 ein Grund für mich, das zu tun.

Ich möchte hier in Zukunft ein paar Gedanken sammeln. Es wird darin sich hauptsächlich meine subjektive Meinung wiederfinden. Diese ist nicht abgeschlossen und selten 100% fest.

Jedoch es ist mir wichtig, auch insbesondere als Person, die sich selbst mit Jesus identifiziert wichtig, meine Gedanken irgendwie auf den Punkt zu bringen.

Ich freue mich darauf.

Und ich möchte gleich einen Punkt deutlich werden lassen: ich habe noch nie geglaubt und ich werde es auch nie glauben, dass Homosexualität etwas Krankhaftes ist. Etwas un-menschliches. Bösartiges. Oder, um im christlichen Jargon zu bleiben: eine Sünde.

Ich glaube viel mehr, dass Homosexualität eine Art ist, zu leben. Zwar bin ich selbst nicht homosexuell, aber ich bin ja auch kein Handwerker und respektiere diese ebenfalls.

Ich kenne viele Menschen, die so leben (nein, nicht die Handwerker). Homosexuelle waren für mich nie komisch, oder irgendwie „anders“. Ich finde es schon fast anmaßend, das Wort „Homosexuelle“ zu benutzen, denn mit dem Wort wird eine Kategorie geschaffen, die eher Grenzen aufzieht. Ich spreche ja von anderen Leuten auch nicht als „Heteros“.

Hey, psst, dadrüben kommt ein Hetero. Achtung, ein Hetero spricht. Oh, ah, möööp.

Ich definiere Menschen nicht nach ihren sexuellen Vorlieben. Ich habe auch keine Lust, hier über Menschen, die homosexuell leben zu schreiben wie über ein Telefon.

So sieht es von unten aus, ah, und guck mal hier, wenn man da drauf drückt, passiert das. Hier, die Homosexuellen. So sehen sie aus und wenn man das sagt, passt das.

Quark.

Vielmehr möchte ich über mich sprechen. Meine Gedanken. Ideen. Vermutungen, warum es anderen Menschen schwer fällt, andere Menschen anzunehmen, wie sie sind.

Und ich möchte über die Gesellschaft sprechen. Wie ich sie bei dieem Thema wahrnehme. Wie ich Menschen wahrnehme, die mit anderen Menschen, die anders sind konfrontiert werden.

Genau.

Daniel & Mitch

Heute haben wir bei diesem großartigen Wetter eine kleine Pause vor dem Büro gemacht. Daniel und Mitch schnappten sich jeweils ihr präferiertes Gerät und fuhren, sprangen und so weiter. Da ich nicht mehr in der Lage bin, jeweilige Gerätschaft unfallbefreit zu betätigen, blieb ich bei der Fotografie und entlockte den Beiden ein paar Schnappschüsse mit dem iPhone, die postwendend zu betrachten sind.

Foto 1: Mitch macht nen Wheely

Foto 2: Mitch macht nen Olli

Foto 3: Daniel macht nen Wheely

Foto 4: Daniel macht nen Wheely

Gott hat keine anderen Hände als die unseren

Auf derstandard.at wurde Jean Ziegler, Globalisierungskritiker und Soziologe zu den Missständen im Bereich der Welternährung interviewt. Da ich sein Buch „Der Hass auf den Westen“ gelesen habe und wärmsten empfehlen kann, möchte ich hier auf den (meiner Meinung nach) springenden Punkt im Interview verweisen. Und das geht so:

Mais, Getreide und Reis decken 75 Prozent des Weltkonsums an Grundnahrungsmitteln ab. Während Hedgefonds in gewohnter Manier Milliarden und Abermilliarden Spekulationskapital investieren, sind von den sieben Milliarden Menschen weltweit 1,2 Milliarden “extremely poor”.

Das heißt, sie müssen mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag überleben, meistens aber mit sehr viel weniger. Der World Food Report sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Phase der Entwicklung der Produktionskräfte problemlos pro Tag zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte. Das ist nahezu das Doppelte der Weltbevölkerung.

Seit Beginn dieses Jahrtausends gibt es keinen objektiven Nahrungsmittelmangel mehr. Jedes Kind, das gerade jetzt, wo wir reden, stirbt, wird ermordet.

Zum Schluss zitiert Ziegler den französischen Schriftsteller Georges Bernanos: “Dieu n’a pas d’autres mains que les nôtre” – Gott hat keine anderen Hände als die unseren.
Und fügt hinzu: Entweder wir brechen diese kannibalische Weltordnung, oder es tut niemand.

Die Gute Schokolade

Gerade eben bot mir Daniel ein Stück Schokolade an. „Das ist eine Schülerinitiative. Fünf Tafeln ergeben einen Baum“, meinte er. Ich probierte neugierig ein Stückchen und sie schmeckte wirlich gut.

Ein Weilchen später schauten wir uns dieses herrliche Video an und ich komme nicht drumherum, es jedem, der Schokolade mag, anzuschauen.

Wie war das nochmal mit den Bäumen?

Nun, Die Gute Schokolade wird zusammen mit dem schweizer Schokoladenherstelltter Chocolats Halba produziert, und das klimaneutral und fair. Warum? „Denn wir wollen nicht, dass die Kinder der Kakaobauern für uns die Kakaobohne pflücken. Sondern dass sie wie wir zur Schule gehen“, kann ich auf der Innenseite der Schokoladenpackung.

Und 20 Cent des Ertrages jeder Tafel gehen direkt an Plant For The Planet (auch vom damals neunjährigen Felix 2007 ins Leben gerufen), die dann für 5 Tafeln einen Baum pflanzen.

Klingt gut, nicht wahr? Ich finde es fantastisch. Hier könnt ihr sehen, wo es die Gute Schokolade zu kaufen gibt.

Kinder in Bewegungsdrang & Schulsystem

In der aktuellen Printausgabe der ZEIT (N°7) gibt der Kinderarzt und Entwicklungsforscher Remo Largo eine Einschätung ab, wie die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (und dessen Definition an sich) mit dem aktuellen Schulsystem korreliert und dort damit umgegangen werden sollte. Es folgt ein Auszug:

Largo: (…) Was ist denn Hyperaktivität? Wann ist der Bewegungsdrang eines Kindes nicht mehr normal? Kinder müssen sich bewegen wie alle Jungtiere auch, damit sie sich normal entwickeln können. Deswegen nimmt die motorische Aktivität in den ersten Lebensjahren sehr stark zu, wobei es zwischen einzelnen Kindern große Unterschiede geben kann. Die aktivsten, vor allem Jungen, bewegen sich dreimal mehr als die am wenigsten aktiven. Am höchsten ist der Bewegungsdrang insgesamt zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensjahr.

Zeit: Das ist gerade der Zeitraum, in dem sich ein Kind heute auf die Schule konzentrieren soll und womöglich den Übertritt von der Grundschule auf eine weiterführende Schule schaffen muss.

Largo: Genau da liegt das Problem: Wir zwingen Kinder, die sich aus verhaltensbiologischen Gründen bewegen müssen, dazu, 45 Minuten am Stück still zu sitzen. Kein Pädagoge konnte mir bishlang eine Erklärung dafür liefern, warum eine Schultstunde von 45 Minuten pädagogisch sinnvoll sei. Theologen sagten mir, diese Dauer sei aus der mittelalterlichen Kosterschule in die Volksschule übernommen worden.

Der Erziehungsexperte geht im Weiteren darauf ein, wie Ärzte Ritalin verschreiben und woher zusätzlich Unruhe von Kindern kommen kann. Weiter kritisiert er das Schulsystem an sich und den Bildungsdruck, dem Kinder ausgesetzt sind.

Ein Thema, das mich sowohl als Jugend-und-Heimerzieher, als auch als Vater einer 4-jährigen Tochter brennend interessiert. Ich empehle jedem, der die Chance dazu hat, bei Gelegenheit das gesamte Interview auf S. 34 zu lesen.

In & out

Als The xx im Netz gehyped wurden, habe ich sie ignoriert. Dieses Ignorieren kennt vielleicht die ein oder Andere, denn es hat mit allem zu tun, was irgendwie gerade “in” ist.

Das was in ist, ruft bei mir häufig eine Reaktion von “out” hervor. Und das ist nicht immer gut. Zwar bewahrt es mich davor, bei Massenpaniken (wie der instagram TOS-Geschichte) nicht gleich mitzumachen, aber es hat auch den Nachteil, manches einfach aus Prinzip zu ignorieren. Weil halt. Grundsätzlich dagegen.

Das finden jetzt alle toll? Dann find ich das schonmal doof (und alle, die das toll finden auch.)

Jedoch ist diese Reaktion sehr unreif. Sie erinnert mich an ein eingeschnapptes Kind. Alle doof. Bäh.

Ausserdem steckt dahinter Missgunst. Ich gönne es den Anderen nicht, dass sie sich für etwas begeistern.

Und bringe mich darum, mir die Sache genauer anzusehen und dann zu entscheiden, ob ich es gut finde, oder nicht.

Ich möchte das nicht mehr. Und nehme mir vor, es beim nächsten Mal anders zu machen.

Übrigens habe ich The xx die letzten Tage rauf und runter gehört. Tolle Band. Tolle Musik.

Parentifizierung

Derzeit komme ich nur sehr selten zum Lesen, nachdem ich im Urlaub einen sehr guten Krimi verschlungen habe. Jedoch beschäftige ich mich schon seit Monaten intensiver mit den Lehren des nicht unumstrittenen Familientherapeuten Bert Hellinger. Aktuell lese ich dazu sein Buch „Zweierlei Glück“.

Daraus möchte ich heute einen Absatz zitieren, der mir im Alltag immer wieder in den Sinn kommt und den ich sehr gut finde:

Wenn die Eltern etwas brauchen, wenden sie sich an den Partner oder an ihre Eltern. Wenden sich die Eltern mit Ansprüchen an die Kinder, die der Beziehung nicht gemäß sind (z. B.) dass die Kinder die Eltern trösten sollen), dann ist das eine Umkehrung, eine Perversion des Verhältnisses, eine Parentifizierung. Die Kinder können sich aber nicht dagegen wehren. Sie werden dann in etwas verstrickt und kommen in eine Anmaßung hinein, für die sie sich anschließend bestrafen. Das kann jedoch später, wenn das Kind einsichtig wird, rückgängig gemacht werden. Das nennt man dann Therapie.

Hellinger beschreibt im selbigen Kapitel, dass der Fluss immer von oben nach unten fließen muss. Also von Eltern zu Kindern. Er benutzt die Metapher des Flusses mit Absicht, denn wenn Wasser von unten nach oben fließen soll, dann kommt es einfach nicht an. Damit macht er deutlich, dass Kinder niemals das den Eltern geben können, was Eltern Kindern geben.

Mein iPhone Start-Screen

Hier siehst die alle Apps, die ich auf dem iPhone auf dem Homescreen habe

Für mich gibt es, was Apps aufm iPhone betrifft, wenig spannendes. Außer: die Homescreens von Leuten, die ich kenne und mag. Da es bisher keine (gute) Community gibt, die das Ganze irgendwie automatisiert darstellt, finde ich die besten Möglichkeit, einfach einen Screenshot zu machen und den im Netz rumzuzeigen. So ist es nicht das erste Mal, dass ich meinen Start-Screen zeige, jedoch war Martin Wolf Erster.

Wie man sieht, habe ich alle Apps auf einer Seite. Ich versuche mich meist darum zu bemühen, nicht mehr Apps auf dem 16GB iPhone 4 zu haben, als auf einen Screen incl. Ordner passen. Denn wenn es mehr sind, benutze ich die Hälfte wenig bis gar nicht. Die werden dann gelöscht.

Nicht in Ordnern sind die Apps, die ich häufig benutze und darunter sind auf Lesezeichen-Apps. Also Apps, die einfach nur eine Webseite aufrufen, wie Facebook und Flickr. Wobei die Facebook App direkt auf meine Übersicht der hochgeladenen Instagram-Fotos führt.

Soweit mal von mir, bevor ich hier weitere Ausführungen schreibe, warte ich mal ab, ob von Eurer Seite nachgefragt wird. Wenn nicht, auch okay.