Seitdem ich mich 2008 selbständig machte, habe ich stets alleine gearbeitet. Vor einem Monat bin ich in eine Bürogemeinschaft gezogen und das hat vieles verändert. Über die Vorzüge gemeinsamen Arbeitens und warum ich das liebe werde ich in den folgenden Zeilen berichten.
Ich würde mich selbst als einen introvertierten Menschen beschreiben. Ich mag größere Menschengruppen nicht zu sehr und habe kein Problem damit, tagelang alleine zu sein. Für mich ist es keine Bedrohung, über längere Zeit keine Menschenseele zu sehen und Verantaltungen mit 100+ Leuten empfinde ich als anstrengend. Deswegen war mein erster Besuch der photokina der reinste Horror für mich.
Als ich vor einigen Jahren kwerfeldein.de und meine Hochzeitsfotografie als Grundlange für meine Selbständigkeit etablierte, genoss ich es sehr, zu Hause zu arbeiten. In Jöhlingen brauchte ich nur in den Keller schlurfen und war schon im Büro. Ich konnte stunden (oder auch tage-) lang dort verweilen, Bilder bearbeiten und neue Texte für das Blog ausbaldowern.
Doch nach meinem Burnout 2010 war eins klar: ich musste, so gut es ging eine Trennung zwischen Zuhause und Arbeit organisieren (das hatte mehrere Gründe). So zog ich im Dezember 2010 ins Gründerzentrum der Stadt Karlsruhe und hatte, auch wenn ein paar Freunde nebenan waren mein Zimmer für mich. Auch dort genoss ich die Stille, für mich zu sein. Jedoch empfand ich es zunehmend störend, immer alleine zu sein.



