_/_/_/: Eine Bürogemeinschaft

Seitdem ich mich 2008 selbständig machte, habe ich stets alleine gearbeitet. Vor einem Monat bin ich in eine Bürogemeinschaft gezogen und das hat vieles verändert. Über die Vorzüge gemeinsamen Arbeitens und warum ich das liebe werde ich in den folgenden Zeilen berichten.

Ich würde mich selbst als einen introvertierten Menschen beschreiben. Ich mag größere Menschengruppen nicht zu sehr und habe kein Problem damit, tagelang alleine zu sein. Für mich ist es keine Bedrohung, über längere Zeit keine Menschenseele zu sehen und Verantaltungen mit 100+ Leuten empfinde ich als anstrengend. Deswegen war mein erster Besuch der photokina der reinste Horror für mich.

Als ich vor einigen Jahren kwerfeldein.de und meine Hochzeitsfotografie als Grundlange für meine Selbständigkeit etablierte, genoss ich es sehr, zu Hause zu arbeiten. In Jöhlingen brauchte ich nur in den Keller schlurfen und war schon im Büro. Ich konnte stunden (oder auch tage-) lang dort verweilen, Bilder bearbeiten und neue Texte für das Blog ausbaldowern.

Arbeit, Schreiben, Texten, Bildschirm, Tippen, Coden,

Daniel bei der Arbeit

Portrait, Spiegelung, schwarzweiß

Simon Böttler, derzeit Praktikant bei Marc

Doch nach meinem Burnout 2010 war eins klar: ich musste, so gut es ging eine Trennung zwischen Zuhause und Arbeit organisieren (das hatte mehrere Gründe). So zog ich im Dezember 2010 ins Gründerzentrum der Stadt Karlsruhe und hatte, auch wenn ein paar Freunde nebenan waren mein Zimmer für mich. Auch dort genoss ich die Stille, für mich zu sein. Jedoch empfand ich es zunehmend störend, immer alleine zu sein.

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Ausschluss & Annahme

Exclusion & Embrace ⁄ Miroslav Volf

Vor ein paar Tagen habe ich mir wieder ein Buch zum digitalen Lesen gekauft. Kurz zuvor war mir bei Daniel im Bücherregal “Exclusion & Embrace: Theological Exploration of Identity, Otherness and Reconciliation” von Miroslav Volf aufgefallen. Nach kurzem Stöbern darin wollte ich es unbedingt als Nächstes lesen und hatte nach Mensch von Jürgen Moltmann wieder Lust auf theologische Lektüre.

Bisher habe ich es genossen, das Buch wieder digital zu lesen und habe es meistens über das iPad konsumiert (die Möglichkeit, Notizen und Markierungen zu speichern finde ich fantastisch). Volf geht also in oben genannter Studie auf die Thematiken Ausschluss & Annahme (unter Menschen) auf unterschiedlichsten Ebenen ein und beleuchtet die Thematik aus unterschiedlichsten Positionen.

Im Folgenden ein paar Zitate aus dem Buch, die mir a) zugesagt haben und b) anreissen, was Volf zu sagen hat:

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Tagebuch schreiben

Vor ca. einem Jahr habe ich damit begonnen, Tagebuch zu schreiben. Ich war schon immer begeistert von der Idee, täglich etwas aufzuschreiben (weshalb ich auch mit dem Bloggen begann) und hatte hier und da ein paar Notizbücher, in denen ich Dinge notierte, die mir wichtig wurden.

In den zwanzigern (also meinen), waren das Bibelstellen, später habe ich aus Büchern Absätze abgeschrieben und dazu notiert, warum mir diese etwas bedeuteten. Jedoch gelang es mir nie, über längere Zeit dran zu bleiben. Und so fing ich hier mal ein Büchlein an, da ein Heftchen und so weiter und so fort. Na gut, manchmal hab die Tagebücher nicht mehr gefunden – bis zum nächsten Umzug dann.

Jedenfalls habe ich mir Anfang 2011 gesagt, Martin, schreibste mal wieder Tagebuch. Und entdeckte promt eine schicke App, die mir das Schreiben am Mac in Tagebuchform ermöglichte: Day One. Die App gibt es für den Mac, das iPad & auch fürs iPhone. Wobei ich Day One hauptsächlich (hauptsächlich? eigentlich nur!) am Mac nutze, da mir das Schreiben mit echter Tastatur am leichtesten fällt. Auf die Funktionen und Vorzüge von Day One werde ich evtl. ein anderes Mal weiter eingehen.

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Auf ein Neues.

Nun ist es 2012. Als ich 2005 mit dem Bloggen begann, hatte ich keinen blassen Schimmer davon, wohin die Reise gehen könnte. Mittlerweile ist mein erstes Blog, kwerfeldein.de ein wachsendes Foto-Magazin geworden, auf das ich sehr, sehr stolz bin. Wir haben eine große Redaktion und täglich Fotografie-Artikel, die mich selbst täglich anregen und inspirieren.

Jedoch ist mein Bedürfnis, auch Inhalte abseits der Fotografie ins Netz zu stellen, immer noch so groß, wie am Anfang. So entschloss ich mich kurzerhand, eine neue Seite zu erstellen, die mir dies ermöglicht. Mit Hilfe von Daniel war das kein Problem und so sitze ich nun etwas wie der Ochs vorm Berg.

Eines möchte ich vorab klären: dies ist kein Fotografie-Blog. Auch wenn ich hier und da sicher Fotos einsetzen werde, werden Artikel zur Fotothematik, die ich veröffentlichenswert halte, stets auf KWERFELDEIN erscheinen.

Inhaltlich möchte ich hier über Theologie, Essen, Literatur, Musik, Freundschaft, Philosophie und viele andere Dinge schreiben, die mir im Alltag wichtig werden. Manchmal wird es nur ein Zitat, ein anderes mal nur ein kurzer Gedanke sein.

Ich freue mich auf den Diskurs zu meinen Notizen und bin gespannt, wie das alles so wird.